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1/2.2010




Basel/Riehen : Günther Förg


von: Isabel Friedli

  
Günther Förg · Barcelona Pavillion, 2007, Cibachrome Glaskaschierung, 180 x 120 cm


Mit monochromer Wandmalerei und einer rhythmischen Bildabfolge hat Günther Förg (*1952) im Souterrain einen Stimmungsraum geschaffen, der zugleich Wandelhalle, Spiegelgalerie und Festsaal ist. Gefeiert wird eine Architektur der Moderne, die im fotografischen Auftritt nach Abstraktion und Auflösung strebt. In 21 grossformatigen Fotografien erscheinen geisterhaft Ansichten von modernen Architekturikonen wie dem Barcelona-Pavillon und dem Haus Lange in Krefeld von Mies van der Rohe. Förgs Blick konzentriert sich auf die Stellen, an denen Materie transparent wird: Verglasungen und Fensteröffnungen. Licht und Schatten sind die Hauptdarsteller der Aufnahmen. Körnigkeit der Oberfläche und Verschleierungen werden durch die in den Herstellungsprozess eingebauten Verfremdungseffekte noch verstärkt. Die Projektion von Jean-Luc Godards «Le mépris», 1963, liefert zusätzlich eine stimmige Analogie zu Förgs Orchestrierung des Raums: So wie der Zugang zu Godards Filmen - eine wichtige Referenz für Förg - im unmittelbaren «voir» und nicht im belehrenden «savoir» liegt, wollen die Fotografien von Förg nichts erklären, sondern auf das Sehen einstimmen.

Bis: 28.02.2010



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Ausgabe 1/2  2010
Institutionen Fondation Beyeler [Basel/Riehen/Schweiz]
Autor/in Isabel Friedli
Künstler/in Günther Förg
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