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1/2.2010




Duisburg : Hannes Vogel


von: Gisela Kuoni

  
Hannes Vogel · Türm er, 1996, Acryl auf Baumwolle, 6-teilig, 380 x 125 cm.?Foto: Werner J. Hannappel


Was verheisst der Titel der Ausstellung des bekannten Bündner Künstlers Hannes Vogel: «Schams! Schach! James!»? Geht es um die Schönheit des Bündner Tals? Oder sollten wir Schach spielen, Joyce lesen?
In sechs grossen, hellen Sälen entwickelt Hannes Vogel seinen vielschichtigen Kosmos aus Installation, Fotografie, Malerei, aus Zahlen, Wort und Klang. Das Schams, dieses Bündner Tal zwischen Rofflaschlucht und Viamala, liefert die Motive zu wunderbaren Bildern und Fotografien. Als dekoratives Element und hintergründige Metapher sind rätselhafte Wortkonstruktionen ins Bild gefügt. Da ist in Wort und Ton James Joyce zu entdecken, mit dem Hundertbuchstabenwort «Leiser Hammer», 2009, oder den Hundert-Buchstaben-Donnerwörtern aus «Finnegans Wake», festgehalten auf zehn Fotografien. Das Schachspiel ist omnipräsent: auf Röntgenbildern als medizinisches Schlachtfeld, als Gemälde auf Leinwand und hölzernem Malgrund und nicht zuletzt in der Schamser Fahne. In poetisch verschwiegenen kleinen Arbeiten ebenso wie in wandfüllenden Tafeln verleiht Vogel dem Schachspiel eine neue Dimension. Der erste und der letzte Raum bilden eine Klammer und zeigen mit «Das schwarze Schaf», 1986, und «Der Lichthof», 1984, frühe fernsehkritische Installationen.

Bis: 01.03.2010


Museum DKM, bis 1.3. «Schams! Schach! James!», Hannes Vogel, Duisburg, 2009



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Ausgabe 1/2  2010
Institutionen Museum DKM [Duisburg/Deutschland]
Autor/in Gisela Kuoni
Künstler/in Hannes Vogel
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