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1/2.2010




St. Gallen : Verena Merz


von: Dominique von Burg

  
Verena Merz · Keine Angst, der Fisch ist im Lavabeau, um 1988


1990 ist Verena Merz, dreissigjährig, durch einen Motorradunfall ums Leben gekommen. Trotz ihrer Jugend hinterliess sie ein reichhaltiges Werk. Ganz ein Kind ihrer Zeit, war sie stets neugierig in der Welt und auf die Welt, experimentierte mit Film, Fotografie und zeichnete viel, unbändig und fantasievoll. Sie fühlte sich «von Mythen umgeben, die sich auf uns niederlassen wollen» und verlieh diesen Gestalt. So entstand eine schillernde Welt, in der sich Giraffen, Elefanten und Schlangen ganz selbstverständlich durch den Grossstadtdschungel bewegen.
Dank einer Schenkung der Familie Merz konnten ihre Arbeiten nun mit dem «Heimspiel» des aktuellen Ostschweizer Kunstschaffens kombiniert werden. Im Zentrum der Präsentation stehen grossformatige, auf Packpapier gemalte Bilder. Sie leben von einer sprudelnden Fabulierlust in einer teilweise comicartigen Sprache sowie von witzigen, poetischen Wortspielen. Da verschlingen sich zwei Giraffenhälse ineinander oder eine Giraffe stakst auf High Heels daher. In «Keine Angst, der Fisch ist im Lavabeau», 1988, kriecht eine Schildkröte auf einer Himmelsleiter hoch und nähert sich zärtlich einer Giraffe. In «Metaminal Micor Rock», um 1987, sind rockende Rhythmen aufs Papier gebannt. Nicht nur der wilde Duktus, sondern auch die freie Text-Bild-Kombination bringt Verena Merz in die Nähe von Jean-Michel Basquiat.

Bis: 31.01.2010



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Ausgabe 1/2  2010
Institutionen Kunstmuseum St. Gallen [St. Gallen/Schweiz]
Autor/in Dominique von Burg
Künstler/in Verena Merz
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