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3.2010




Stans : Gertrud Guyer Wyrsch


von: Annelise Zwez

  
Gertrud Guyer Wyrsch · Knäuel, Holz, bemalt, 2008 vor Strichelbild, Acryl auf Leinen, 2001


In den Neunzigerjahren verblüffte die 75-jährige Schweizer Künstlerin mit schlanken, sich spiralförmig windenden Türmen, gebaut aus selbst gefrästen und bemalten Hölzern. Nun zeigt das Nidwaldner Museum aus Anlass des 90. Geburtstags von Gertrud Guyer Wyrsch, dass das überraschende Spätwerk mit den Türmen, den «Endlosschleifen» und den jüngsten Eisenplastiken nicht aus dem Nichts gewachsen ist. Dass es vielmehr Resultat eines seit den frühen Vierzigerjahren mit zahlreichen Wechseln zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion geformten Gesamtwerks ist. Unter anderem war die in Bern und Stans Arbeitende bereits 1956 in der ersten Schweizer Informel-Übersicht im Museum Neuenburg vertreten. Für die Inszenierung der Retrospektive im Winkelried-Haus zeichnet der Innerschweizer Künstler Rochus Lussi. An den Wänden, im Raum hängend und auf niedrigen Bühnen präsentiert er Bildnerisches auf Papier, Leinwand und grossformatigen Tüchern sowie 30 seit den Sechzigerjahren entstandene Reliefs und Plastiken im Dialog mit den historischen Räumen. In der Gleichzeitigkeit von gegenständlichen, konstruktiven, surrealen und lyrischen Tendenzen zeigt sich, einem roten Faden gleich, der aus steter Naturbeobachtung heraus entwickelte Sinn der Künstlerin für räumliche Rhythmen zwischen Harmonie und Kontrapunkt.

Bis: 23.05.2010



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Ausgabe 3  2010
Institutionen Nidwaldner Museum [Stans/Schweiz]
Autor/in Annelise Zwez
Künstler/in Gertrud Guyer Wyrsch
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