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3.2010




Zürich : Klaus Lutz


  
Klaus Lutz · Marsschatten 2009 (Ausschnitt), Leporello, Kaltnadel, 12 x 304 cm


1993 erhielt Klaus Lutz das Atelier­stipendium der Stadt Zürich in New York. Dort machte er ein winziges Appartement in Manhattan zu seinem Lebens-, Experimentier- und Kunstraum, in dem er fortan sein Leben als Gesamtkunstwerk inszenierte. Von dort zog er los und sammelte auf seinen urbanen Velotouren mit seiner 16-mm-Kamera Eindrücke der Stadt.
Die Medien von Lutz waren die Zeichnung und - seit den Achtzigerjahren - der Film. Mit flüssiger weisser Kreide malte er Weltraum­szenarien und aus dem rechten Winkel kippende Zimmer auf schwarze Plastikplanen, die er in Mehrfachbelichtungen mit Aufnahmen seiner performativen Aktionen sowie Grossstadtbildern und Atelierszenen überlagerte. Dabei trat er als Regisseur, Kameramann und irrwitziger Akteur in einem auf, filmte spontan, ohne Drehbuch, ohne Schnitt, und überraschte doch mit sekundengenau choreografierten Abläufen. Als «Performance and Installation with Film» projizierte er sie auf riesige Ballone - so vor einigen Jahren in der Galerie Staubkohler (heute Rotwand), Zürich - und liess dadurch seine vieldimensionalen Raumerkundungen physisch nachvollziehbar werden. Nun zeigt der Verein für Originalgrafik Kaltnadelarbeiten aus den Jahren 2008 und 2009 des im vergangenen Jahr überraschend verstorbenen 69-jährigen Künstlers.


Bis: 05.05.2010



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Ausgabe 3  2010
Institutionen Verein für Originalgraphik [Zürich/Schweiz]
Künstler/in Klaus Lutz
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