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Hinweis
4.2010




Berlin : Eliška Bartek


  
Eliška Bartek · Stockhornkette mit Thunersee, 2009, Öl auf Leinwand, 80 x 90 cm


Mit der neuen Werkserie «Berge versetzen» bewegt sich die in Berlin und in der Schweiz lebende Eliška Bartek auf den Spuren von Ferdinand Hodler. Sie hat sich malerisch mit den Alpen des Berner Oberlandes auseinandergesetzt, im Freien, mit Staffelei und Pinsel bewaffnet, «um die Berge zu spüren, zu riechen und ihre Gewalt zu empfinden».
Auslöser war eine Zeitungsmeldung über eines der 33 Gemälde aus der Serie «Stockhornkette mit Thunersee», 1904-1913, welches sich im Depot des Kunstmuseums St. Gallen befindet und momentan nicht gezeigt werden darf, da die vermögensrechtlichen Fragen bezüglich dieses Bildes aus jüdischem Besitz ungeklärt sind. Symbolisch wollte Eliška Bartek einen Befreiungsschlag für das Gemälde starten und zeigt nun statt zeitloser Schönheit und Ruhe eine durch Kratztechnik dem expressionistischen Holzschnitt angenäherte Bergwelt, die dem Betrachter roh entgegentritt. Die Beschränkung auf Schwarzweiss unterstreicht das Bedrohliche und Existentielle der Bilder, oder, wie dies Matthias Haldemann, Direktor des Kunsthauses Zug, formuliert: «Die vermeintlich verfügbar gewordene Natur erscheint wieder fremd, unheimlich und eindrucksvoll. Die ekstatisch-abgründigen Bergbilder erweisen sich mithin als existentielle, irrlichternde Kraftfelder.»


Bis: 18.04.2010



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Ausgabe 4  2010
Institutionen Haus am Lützowplatz [Berlin/Deutschland]
Künstler/in Eliska Bartek
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