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4.2010




Karlsruhe : Max Bense


  
Max Bense vor einem Werk von Lucio Fontana, Bayerischer Rundfunk 2.11.1966. Foto: P. Sessner


Der Mathematiker, Wissenschaftstheoretiker und Philosoph Max Bense (1910-1990) zählt zu jenen Köpfen, die natur- und geisteswissenschaftliches Denken mit Kunst, Musik und Literatur so zu verbinden verstehen, dass sich gänzlich neue Sichtweisen eröffnen. Mit einer materialreichen kleinen Präsentation seiner theoretischen Schriften, Fernsehauftritten, Kunst- und Literaturessays sowie Werken von ihn umgebenden Künstlern würdigt das ZKM Benses Schaffen, das über die Stuttgarter Gruppe hinaus bis nach Brasilien, die USA und Japan ausstrahlte. Bense schrieb nicht nur über Ästhetik und Zufall, die Programmierung des Schönen, Zeichen als künstlerisches Material und konkrete Poe­sie, sondern verfasste selbst Gedichte und förderte als Publizist und Kurator konkrete Kunst, Kinetik und frühe Computergrafik. Werke von Max Bill, François Morellet, Lygia Clark, Gerhard von Graevenitz, Mira Schendel, Frieder Nake, aber auch Henri Michaux und Georges Mathieu sowie Gedichte von Ernst Jandl, Dieter Roth oder Timm Ulrichs rahmen die Ausstellung seines theoretischen Werks. Dieses geht von der materiellen Existenz des Menschen aus und schlägt eine Aneignung der physikalischen und ästhetischen Welt aus informations- und zeichentheoretischer Sicht vor. Aberglaube war ihm zeitlebens ein Dorn im Auge, Beuys sah er als verderblich an.

Bis: 11.04.2010



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Ausgabe 4  2010
Institutionen ZKM | Zentrum für Kunst und Medien [Karlsruhe/Deutschland]
Künstler/in Max Bense
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