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Hinweis
4.2010




Langenbruck : Nives Widauer


von: Irene Müller

  
Nives Widauer · moonnightsea, 2009, C-Print


Der Kirchenraum wird von einer monumentalen Videoarbeit dominiert. Nives Widauer (*1965) hat für die Ausstellung die Installation «x+» adaptiert, die sie 1989 für die Peterskirche in Basel entwickelt hatte. Die 2-Kanal-Projektion, die auf eine frei im Raum schwebende dreischichtige Fläche aus Plexiglas gerichtet ist, vereint Bilder von rauschendem Wasser mit Aufnahmen von Weidenzweigen im Wind. Aus der abgestuften Opazität der Platten und ihrer Anordnung resultiert eine Kreuzform, die auf jeder Seite der Projektion eine andere Kombination von Bildern und Motiven aufweist. Die Serie der «Mondschatten» beleuchtet einen weiteren Aspekt in Widauers Werk: die Beschäftigung mit dem Zufälligen, Ungewissen. Die Lichtzeichnung des Mondes ist für das menschliche Auge kaum sichtbar, die Bilderzeugung somit untrennbar mit dem instinktiven Gefühl der Fotografin für den richtigen Augenblick verbunden. Widauer berührt bewusst Facetten des Klischeehaften, des ästhetisch Aufgeladenen, die in eine labile Struktur aus Gegensätzen, Übergängen und Schwebezuständen eingebunden sind. Sie formuliert Bilder, die «an den Rändern der Wahrnehmung spazieren gehen» (NW), die untersuchen, ob Erlebtes und Vorgestelltes, Realität und Traum wirklich so sind, wie sie zu sein scheinen.

Bis: 04.04.2010



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Ausgabe 4  2010
Institutionen Kloster Schönthal [Langenbruck/Schweiz]
Autor/in Irene Müller
Künstler/in Nives Widauer
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