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Hinweis
4.2010




Zürich : Magnetische Erfahrungen


von: Alice Henkes

  
Barbara Ellmerer · Magnetisieren, 2009, Tusche auf Papier


Paul Klees bekanntes Diktum, Kunst gebe nicht das Sichtbare wieder, sondern mache sichtbar, könnte auch über der gehaltvollen kleinen Schau stehen, die Nils Röller in der Zentralbibliothek eingerichtet hat. Dem unsichtbaren und über Jahrhunderte ungeklärten Phänomen des Magnetismus gewidmet, kombiniert die Ausstellung historische Darstellungen, die den Magnetismus logisch oder magisch zu erklären versuchen, mit kleinformatigen Arbeiten von Judith Albert, Ian Anüll, Barbara Ellmerer und Yves Netzhammer. Descartes glaubte, das gesamte Universum sei von magnetischen Partikeln durchströmt. Der Jesuit Athanasius Kircher sah die magnetische Kraft als von Gott gehaltene Kette, die alles verbinde. Yves Netzhammer ironisiert in seinen Zeichnungen diese Vorstellung einer Welt aus einem göttlichen Guss. Barbara Ellmerer setzt sich in Tuschzeichnungen mit übersinnlichen Phänomenen auseinander, die gern mit dem Magnetismus in Verbindung gebracht wurden. Entstanden sind die künstlerischen Beiträge aus einem Weblog, einem intensiven Diskurs im Internet, der weiterhin geführt wird. So findet sich in der Ausstellung auch ein PC, der direkten Zugang zu diesem Blog bietet.

Bis: 16.06.2010



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Ausgabe 4  2010
Institutionen Zentralbibliothek [Zürich/Schweiz]
Autor/in Alice Henkes
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