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Hinweis
5.2010




Zürich : Agnès Wyler


  
Agnes Wyler . Nuages, 2010, Oel auf Leinwand, Triptychon, 90 x 175 cm


Die ausladenden, oft als Triptychon angelegten Gemälde von Agnès Wyler entstehen in engem Dialog mit der Natur. Darauf weisen Motive wie Vögel, ein Zweig oder ein Baum, dessen Stamm wie ein Telefonmast die Bildfläche zerteilt. Ähnlich wie Agnes Martin oder Brice Marden versucht sie, «eine Tiefe zu schaffen mit einfachen und flächigen Elementen». Die auf grossen Bildtafeln spärlich platzierten figurativen Elemente wirken dabei wie Requisiten, die bestimmte gedankliche Räume andeuten, ohne sie auszuformulieren. Manchmal sind es auch einzelne Wörter, die sich in Schablonenschrift von einer beinahe monochromen, nur sachte nuancierten Fläche abheben und den Blick in die Ferne lenken. Wohin? Vielleicht zum Ursprung der Sprache, als Wörter und gelebte Realität noch unmittelbar zusammenhingen.
Ihre Malerei sei weder naturalistisch noch unnaturalistisch, erklärt die Künstlerin, die ursprünglich Philosophie und Sprachwissenschaften studiert hat, «sie folgt der Bewegung meiner Wahrnehmung». Das bewusste Hin und Her zwischen figürlichen und abstrakten Elementen lädt dazu ein, die Zwischenräume zwischen Bildern, Buchstaben, Wörtern und Sprache aufzubrechen und neu auszuloten.


Bis: 22.05.2010



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Ausgabe 5  2010
Institutionen Hufschmid Staffelbach [Zürich/Schweiz]
Künstler/in Agnès Wyler
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