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5.2010




Zürich : Teotihuacan


  
Herr der Unterwelt, Teotihuacan, 300-550 n.Chr., Stein, Stuck, Farbpigmente (c) INAH, Mexico. Foto: Martirene Alcantara


Der «Herr der Unterwelt» mit seinen gähnend leeren Augenhöhlen wachte über eine der mächtigsten Kultstätten Mittelamerikas, den Platz der Sonnenpyramide. Diese ist Teil der grössten präkolumbianischen Stadt Amerikas und gehört heute zum Unesco-Weltkulturerbe. Die schachbrettartige urbane Anlage wird von der zentralen «Strasse der Toten» erschlossen, welche die Sonnen- und die Mondpyramide verbindet. Anlässlich des 200-Jahr-Jubiläums der Unabhängigkeit von Mexiko realisieren nun drei Museen in Zürich, Paris und Berlin eine Ausstellung, welche mit mehr als 450 Objekten aus der Blütezeit der Stadt zwischen 200 und 650 n.Chr. einen einmaligen Einblick in diese rätselhafte Kultur bieten. Gezeigt werden Opfergaben aus dem Tempel der gefiederten Schlange, ein bemalter Jaguar aus dem Tempel des Sturmgottes sowie Skelette und Masken, die von ebenso pompösen wie blutigen Ritualen zeugen. Und erstmals sind ausserhalb Mexi­-
kos auch grossformatige Fragmente von Wandgemälden zu sehen. Den Namen hat die Stadt erst rund tausend Jahre nach ihrem bis heute ungeklärten Niedergang erhalten. Die Azteken benannten sie Teotihuacan, «der Ort, an dem die Menschen zu Göttern werden» und siedelten hier ihren eigenen Schöpfungsmythos an.


Bis: 30.05.2010



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Ausgabe 5  2010
Institutionen Museum Rietberg [Zürich/Schweiz]
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