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Hinweis
6.2010




Berlin : Andro Wekua


  
Andro Wekua · Gott ist tot aber das Mädchen nicht, 2008. Foto: Hans-Georg Gaul/r.e.m.


«Gott ist tot aber das Mädchen nicht», so der rätselhaft narrative Titel einer Installation von Andro Wekua von 2008. Bereits an mehreren Orten präsentiert (u.a. in «Shifting Identities» im Kunsthaus Zürich 2008), zeigt der Künstler sie erstmals in Deutschland in einer Einzelpräsentation im Schinkel Pavillon. Wekua hat die Arbeit mittig auf den achteckigen Grundriss des Pavillons platziert, der in einer Mischung aus neo-klassizistischem und modernistischem Stil erbaut und 1969 eröffnet wurde. Umrahmt von den grossen Fenstern des Saals wird die Konstruktion mit den an Dan Graham erinnernden halbtransparenten Flächen zu einem Glashaus im Glashaus. Die Begegnung mit der Wachsfigur des Mädchens, die in trotzig-passiver Haltung selbstversunken dasitzt, ist durch die eigene Bewegung im Raum verblüffend realistisch erlebbar. Komplexe Blickbeziehungen zwischen Nähe und Distanz sind in der Installation angelegt und weiten sich auf die Architektur aus. Wekuas Arbeit verwandelt den Raum in eine Bühne, auf welcher die Besucher zu Protagonisten einer verborgenen erzählerischen Struktur werden. Das Spiel mit wiederkehrenden Erinnerungen und Geschichten, das in den Arbeiten des Künstlers immer präsent ist, entfaltet sich in den sich spiegelnden Einrahmungen des Pavillons und der Installation auf überzeugende
wie auch verstörende Weise.

Bis: 06.06.2010



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Ausgabe 6  2010
Ausstellungen Andro Wekua [29.04.10-06.06.10]
Künstler/in Andro Wekua
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