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7/8.2010




Köln : Wade Guyton


von: Katja Behrens

  
Wade Guyton · Untitled, 2010, Tintenstrahl­drucker auf Leinen, 8-teilig, je 7,75 x 1,75 m. Foto: Maurice Cox


Früher arbeitete er plastisch, formte Ikonen des modernen Designs zu Skulpturen um, überzeichnete vorhandene Fotografien immer und immer wieder, schwärzte und blendete auf ihnen ganze Gebäude aus. Heute entstehen seine Leinwandbilder mit dem Tintenstrahldrucker. Breite schwarze Streifen, die an riesenhafte Strichcodes erinnern, an Klaviertastatur, Treppenstufen, Filmstreifen - und die vor allem von der Faszination des Künstlers für die Formen und Strukturen der Moderne künden.
Der New Yorker Künstler Wade Guyton (*1972) glaubt an die Abstraktion und lässt seine Bilder von einem Epson UltraChrome drucken. Die Bedingungen des technischen Geräts geben die Arbeitsweise vor, ohne dass damit viel erklärt würde: Die breite Leinwand muss in der Mitte gefaltet werden, um in den Drucker zu passen, der sie dann wieder und wieder bedruckt, bis das tintige Schwarz nicht nur alles Licht einsaugt, sondern es zugleich auch von seiner reflektierenden Oberfläche zurückwirft. Durch Rütteln und Zerren entstehen Spuren der Störung, der gelenkte Zufall macht die Bilder der Serie zu Unikaten. Im monochromen Block ist die Malerei auf das Wesentliche reduziert: keine Narration, ausser der Geschichte der modernen Kunst, die in jedem schwarzen Block, Streifen, Quader abgelagert ist.

Bis: 22.08.2010



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Ausgabe 7/8  2010
Ausstellungen Wade Guyton [23.04.10-22.08.10]
Institutionen Museum Ludwig Köln [Köln/Deutschland]
Autor/in Katja Behrens
Künstler/in Wade Guyton
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