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7/8.2010




St.Gallen : Hassan Khan


von: Ursula Badrutt Schoch

  
Hassan Khan · Ausstellungsansicht, 2010


Der in Kairo lebende Künstler Hassan Khan (*1975) präsentiert aus seinem persönlichen Bezugssystem heraus gewachsene, jedoch vom subjektiven Gestus losgelöste Arbeiten, die alle nach der Bedeutung von Kunstwerken als Verdichtung von Kultur fragen. Dazu kommen Werke wie die an Minimal Art erinnernden «44 unique and repetitious markers of value», 44 zwischen die Säulen des Raums geschichtete Betonobjekte. Sie bilden eine urbane Masseinheit und wirken wie Batterien. Das Widersprüchliche im Titel ist Programm. «Es geht um die Beziehung zwischen Wiederholung und Einzigartigkeit», erklärt der Künstler. Um Fragen von Wertigkeit kreist auch das grossformatige Bild eines Geraniums. Die Originalmalerei hat Khan im Abfall gefunden und in zehnfacher Vergrösserung in seine - bislang grösste - Einzelausstellung integriert. Die Werke sind mehrheitlich während seines mehrmonatigen Aufenthaltes in St. Gallen entstanden, so bspw. die Filmarbeit «European Stage Episode» mit den gestischen Dialogen der Mitarbeitenden der Kunst Halle. Zudem zeigt Khan eine beeindruckende retrospektive Reihe von Radierungen und gibt Einblick in sein Schaffen der letzten 15 Jahre. Dazu gehören auch Bücher, Übersetzungen, Kompositionen. Es geht um Aussagen und Anhaltspunkte für die letztlich politische Bedeutung von historischen und materiellen Aspekten von Kultur, die über Kunstwerke vermittelt werden.

Bis: 08.08.2010



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Ausgabe 7/8  2010
Ausstellungen Hassan Khan [22.05.10-08.08.10]
Video Video
Institutionen Kunst Halle Sankt Gallen [St. Gallen/Schweiz]
Autor/in Ursula Badrutt Schoch
Künstler/in Hassan Khan
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