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7/8.2010




Küsnacht/Zürich : Christian Jankowski


von: Dominique von Burg

  
Christian Jankowski · Was ich noch zu erledigen habe (Warum bin ich nicht in einer Biennale?), 2010, Neon. Foto: Axel Linge


Was vielen Künstlern auf der Seele brennt; hier prangt es in grossen Neonlettern an der Hausfassade der Galerie: «Warum bin ich nicht an einer Biennale?» Mit Lust und Verve nimmt Christian Jankowski (*1968, Göttingen, lebt in Berlin) den Kunstbetrieb aufs Korn und durchleuchtet globale Marktstrategien. So reichte der Künstler als Beitrag zur Biennale von Venedig 1999 die Videoarbeit «Telemistica» ein, in der er fünf italienische Fernseh-Wahrsagerinnen über seine künstlerische Zukunft befragte. Obwohl ihre Antworten vieldeutig ausfielen, verhiessen sie ihm meist Erfolg. Just diese Arbeit verschaffte Jankowski dann den internationalen Durchbruch. Immer wieder bringt der Künstler Laien dazu, das Kunstsystem zu konzeptualisieren. Für die amüsante Videoarbeit «Strip the Auctioneer» spannte er den Christie's-Auktionator Arno Verkade ein, der fast alles, was er am Leibe trug, auszog und versteigerte. Die versteigerten Kleidungsstücke wurden in Vitrinen ausgestellt und sprachen nicht nur von der Wertmaximierung im Kunsthandel, sondern zielten auch auf Damien Hirst, der seine Werke statt einer Galerie, in eine Auktion gegeben hatte. So halten Jankowskis Installationen mit ihrer engen Beziehung zum Film und Theater dem heutigen Kunstbetrieb in erfrischender Weise den Spiegel vor.

Bis: 30.07.2010



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Ausgabe 7/8  2010
Institutionen Grieder Contemporary [Zürich/Schweiz]
Autor/in Dominique von Burg
Künstler/in Christian Jankowski
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