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Hinweis
7/8.2010




Zürich : Andreas Marti


von: Irene Müller

  
Andreas Marti · Grosser Fund II, 2010, Papier, Eisen, Kunstmuseum Bern, 2010. © ProLitteris


Die Arbeiten von Andreas Marti (*1967) untersuchen die visuelle Repräsentation von Wirklichkeit. Sein Interesse für physikalische Vorgänge, Naturphänomene und mathematische Systeme stösst einen Werkprozess an, welcher die Möglichkeiten auslotet, wie abstrakte Sachverhalte in lesbare Zeichen, Gedankengebilde in erfahrbare Formen übersetzt werden können. Die Zeichnung dient ihm dabei sowohl als künstlerisches Mittel als auch als zentrale konzeptuelle Referenz, die Reflexion ihrer inhärenten materialen und medialen Parameter durchzieht auch die räumlichen Arbeiten, Fotografien und Objekte wie ein Leitfaden. So basieren die gefalteten Papierkörper der Installation «Grosser Fund II» auf geometrischen Prinzipien, auf der dreidimensionalen Umsetzung eines zeichnerisch-konstruktiven Entwurfsverfahrens. Aufgrund ihrer Konzeption und Anordnung im Raum sind die Anschlussstellen der einzelnen Elemente optisch nachvollziehbar, sodass die «Passstücke» als zusammenhängendes Ganzes wahrgenommen werden. Verschiedene Zeichnungen und ein «Papierstapel-Objekt» runden die Ausstellung ab, deren Titel «Die Übersicht ist Teil des Ganzen» einerseits als gedankliche Klammer funktioniert, andererseits auch das Wechselspiel zwischen Wahrnehmung und Darstellungskonventionen akzentuiert.

Bis: 31.07.2010



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Ausgabe 7/8  2010
Ausstellungen Andreas Marti [30.06.10-31.07.10]
Institutionen Christinger De Mayo [Zürich/Schweiz]
Autor/in Irene Müller
Künstler/in Andreas Marti
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