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9.2010




Basel : Roboterträume


von: Yvonne Ziegler

  
R&Sie(n) with Stephan Henrich, Une archi­tecture des humeurs, 2010, Installation, Courtesy Le Laboratoire de Paris. Foto: Matthieu Kavyrchine


Können Roboter träumen? In Isaac Asimovs Geschichte «Roboterträume», 1986, schon. Jedoch kostet der Traum von Freiheit den Tod. Das Museum Tinguely beginnt seine Schau mit der frühesten filmischen Roboterfigur «Maria», 1927, und Virgil Widrichs neu entstandenem Film «Make/Real». In der surrealistischen Montage begegnen uns Golem, Frankenstein, C3 PO, Terminator und andere Maschinengeschöpfe. Das filmische Entrée sensibilisiert für die lange Geschichte der Vorstellungen von Robotern als beseelte Puppen, mechanische Automaten und menschliche Ebenbilder. Persiflierend inszeniert John Bock in «Im Schatten der Made», 2010, die Erschaffung eines Androiden im Stil eines expressionistischen Stummfilms. Autonome und interaktive Roboter ziehen den Blick an: Stelarcs extern steuerbare dritte Hand, Mondroboter von Tom Sachs, auf den Betrachter reagierende «Spinnen» und eine brandneue Kamikaze-Wasser-Rakete von Luc Mattenberger, die glücklicherweise nicht bestiegen werden darf. In «Laboratoire», 2010, formt schliesslich ein insektenartiger Roboter futuristische Wohnmodelle aus weisser Bio-Plastik-Zementmasse. Aufgrund der technischen Fragilität funktionieren einige Arbeiten leider nicht immer, dafür fesselt der Katalog mit Texten zu Geschichte, aktuellen Entwicklungen und Filmen von Robotern.

Bis: 12.09.2010



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Ausgabe 9  2010
Ausstellungen Roboterträume [09.06.10-12.09.10]
Institutionen Museum Tinguely [Basel/Schweiz]
Autor/in Yvonne Ziegler
Künstler/in John Bock
Künstler/in Stelarc
Künstler/in Luc Mattenberger
Künstler/in Tom Sachs
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