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Hinweis
9.2010




Bern : Gigga Hug, Philippe Winninger


von: Alice Henkes

  
Philippe Winninger · A quiet place, Detail, 2009, 18.5 x 25 cm


Räume jenseits der geografisch vermessbaren öffnet die Doppelausstellung von Gigga Hug und Philippe Winninger. Gigga Hug (*1974) forscht mit der Fotokamera in Randbezirken der Wahrnehmung, wo Sehen und Imaginieren ineinander greifen. In ihrer Serie «Poupée» erweckt die in Bern lebende Zürcherin alte Puppen zu geisterhaftem Leben. Die ein­-
stigen Spielgefährten längst erwachsener Kinder schweben in einem kühlen Dämmerlicht wie in einem der Zeit enthobenen Zwischenreich voller Spiegelungen. Eine polierte Chromstahlschüssel erzeugt die visuellen Reflexionen der Puppen, die abseits der Kinderstuben-
Behaglichkeit etwas Fremdes und Abweisendes in ihren Gesichtern zeigen. Philippe Winningers (*1956) «Allee» hingegen steht als realer Raum im Raum der Galerie, allerdings in kleinem Modellmassstab. Ein Lustwandeln im Schatten mächtiger Bäume ist nur der Fantasie vergönnt, die zudem die glatten Formen, das künstliche Material des Modells, ins Botanische «übersetzen» muss. Winninger, der in Zürich lebt, arbeitet mit profanen Alltagsgegenständen aus Plastik. Aus bunten Kunststoffbechern, -schachteln, -löffeln errichtet er Modelle. Oft sind es, wie in «Allee», Gartenräume, in denen nach antiker Tradition nicht nur Pflanzen, sondern auch Gedanken gedeihen.

Bis: 25.09.2010



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Ausgabe 9  2010
Ausstellungen Emanuel Geisser, Gigga Hug, Philippe Winninger [28.08.10-25.09.10]
Institutionen Kunstkeller/art-room [Bern/Schweiz]
Autor/in Alice Henkes
Künstler/in Gigga Hug
Künstler/in Philippe Winninger
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