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Hinweis
9.2010




Grenchen/Olten : Anatol Wyss


von: Annelise Zwez

  
Anatol Wyss · Zwei Täter, Tiefdruck, Vernis-mous, Aquatinta, 1993


Gleich drei Institutionen feiern den 70. Geburtstag von Franz Anatol Wyss. Das Kunsthaus Grenchen lässt die mehrheitlich bei Kneubühler gedruckten Radierungen, Aquatintas, Vernis-mous Revue passieren, das Kunstmuseum Olten befragt die aufsehenerregenden Anfänge, und der Kunstverein Olten zeigt, dass Wyss' Quellen mitnichten versiegt sind. Angezapft hat er sie um 1965, als er in die «Kleine Zürcher Wahnwelt» eintauchte, fantastische Literatur verschlang und darin die Mensch-Maschine für sich entdeckte. Der «Koloss von Rhodos» wurde zum «Astronauten», und bald schon wurden die «Atlantiden» geboren. In den Siebzigern verwandelte er die Welt-Landschaft in «postapokalytpische» Szenerien. Wyss antwortete damit sowohl auf das Bedürfnis nach mythischer Vergangenheit wie auf das Schreckensszenario eines drohenden Weltuntergangs. Er tat dies fantastisch und erdverbunden und nie ohne den Funken Hoffnung auf ein «danach». Das Echo war namhaft. Heute ist Wyss weniger im Gespräch, obwohl er mit «Geschichten» zum Fall der Berliner Mauer und dem Irak-Krieg unermüdlich gegen den Albtraum einer sich selbst zerstörenden Welt ankämpft.

Bis: 26.09.2010



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Ausgabe 9  2010
Ausstellungen Franz Anatol Wyss [29.08.10-10.10.10]
Ausstellungen Martin Disteli, Alex Sadkowsky, Franz Anatol Wyss [29.08.10-07.11.10]
Institutionen Kunstmuseum Olten [Olten/Schweiz]
Institutionen Kunsthaus Grenchen [Grenchen/Schweiz]
Autor/in Annelise Zwez
Künstler/in Franz Anatol Wyss
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