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Hinweis
9.2010




Lausanne : Abstraktion in Lausanne


von: Madeleine Amsler

  
Philippe Decrauzat · Lanquidity V, 2010, Acryl auf Leinwand, 218 x 220 cm, Courtesy Galerie Praz-Delavallade, Paris. Foto: Rebecca Fanuele


Der «Prix Buchet» wurde erstmals gleichzeitig an zwei Künstler vergeben. Philippe Decrauzat (*1974) und Jean-Luc Manz (*1952) -
beide tätig in Lausanne - haben sich mit Haut und Haar der abstrakten Kunst verschrieben. Dies verbindet die beiden, doch bereits bei der Farbwahl beginnen die Unterschiede: Decrauzat bevorzugt Schwarz und Weiss, während Manz seine Pinsel in eine scheinbar unbegrenzte Malerpalette tunkt. Die Retrospektive seines dreissigjährigen Schaffens erstreckt sich auf sechs nach Motiven, Themen oder Serien organisierte Säle. Das erleichtert die Lektüre der frei deklinierten Muster - beispielsweise der Schachbrettmuster. Die Ouvertüre der Ausstellung bestreitet Philippe Decrauzat mit einer monumentalen Wandmalerei, in der sich rhombenförmige Gebilde tänzelnd aneinanderreihen. Von da aus erspäht man die fünfteilige Bildserie «Lanquidity», 2010: Durch gekonnte geringfügige Verschiebungen ändern sich die wellenförmigen Linien, sodass die Illusion einer Bewegung und einer Dreidimensionalität vermittelt wird. In den beiden anliegenden Räumen zeigt Decrauzat simultan das Video «Screen-o-scope», 2010. Die auf Baumkronen fixierte Kamera - Decrauzat benutzt Sequenzen aus Akira Kurosawas «Rashomon» von 1950 - fängt die Sonne ein und lässt sie zu einem abstrakten Motiv werden.

Bis: 05.09.2010



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Ausgabe 9  2010
Ausstellungen Philippe Decrauzat, Jean-Luc Manz [02.07.10-05.09.10]
Institutionen Musée Cantonal des Beaux-Arts Lausanne [Lausanne/Schweiz]
Autor/in Madeleine Amsler
Künstler/in Jean-Luc Manz
Künstler/in Philippe Decrauzat
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