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Hinweis
9.2010




Schaffhausen : Schweiz ohne Schweiz


von: Lucia Angela Cavegn

  
Charles L'Eplattenier · Bassin du Doubs, 1934, Öl auf Leinwand, 115 x 115 cm


Die Alpen gelten als Herzstück und Inbegriff der Schweiz. Diese Verkürzung manifstierte sich während des Zweiten Weltkriegs in der «Réduit»-Idee und wird noch heute als Klischee fleissig kolportiert. Das Dreigestirn Ferdinand Hodler, Giovanni Giacometti und Giovanni Segantini zementierte den Alpenmythos mit künstlerischen Mitteln. Dass es hüben und drüben der topografischen Kulminationspunkte bildwürdige Landschaften gibt, daran erinnert das Museum Allerheiligen. Die Ausstellung ist thematisch gehängt. Anhand von rund 100 Werken verschiedener Epochen werden unterschiedliche Landschaftstypen aufgezeigt: Die zersiedelte bzw. urbanisierte Landschaft steht im Kontrast zur landwirtschaftlichen, doch ist, wie diese, durch ihre Nutzung geprägt, während idyllische Ödnis der Seele als Resonanzraum dient. Ein spannendes, wenn auch nicht kohärentes Kapitel ist jenes der verschwundenen Schweiz. Der Höhepunkt befindet sich zu Beginn der Ausstellung, mit einem Saal, der einzig und allein dem Rheinfall gewidmet ist. Die unmittelbare Nachbarschaft von historischen Gemälden und zeitgenössischen Fotografien zum gleichen Motiv sensibilisiert für den Wandel des Naturverständnisses, aber auch für Perspektiven, Ausschnitte und Bildaussagen.

Bis: 26.09.2010



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Ausgabe 9  2010
Ausstellungen Schweiz ohne Schweiz [04.07.10-26.09.10]
Video Video
Institutionen Museum zu Allerheiligen [Schaffhausen/Schweiz]
Autor/in Lucia Angela Cavegn
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