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Hinweis
9.2010




St.Gallen : Ambigu


von: Ursula Badrutt Schoch

  
Xavier Noiret Thomé · I am a poor lonesome cowboy, 2007


Im Herzstück, im grossen Oberlichtsaal, sind die Wegbereiter platziert: die bereits zu Klassikern aktueller Malerei avancierten Raoul De Kayser und Mary Heilmann, beide in der Schweiz vertreten durch die Galerie Hauser & Wirth. Regelrecht vorausgeprescht in Sachen «Ambigu», dem Unentschiedenen und Zweideutigen, waren Künstler wie Francis Picabia oder Philip Guston, die als historische Referenz in St. Gallen allerdings fehlen. Darum herum gruppieren sich kleine Einzelausstellungen zu jüngeren Malereipositionen. Die Auswahl mag beliebig scheinen, wäre da nicht das Beziehungsnetz, das es für ein Museum in der Grös­se und mit dem Budget wie das Kunstmuseum
St. Gallen besonders zu pflegen gilt. Sinnig ergänzt ist denn die Ausstellung «Ambigu», in der sich die Galerienlandschaft ebenso spiegelt wie das Thema Malerei als Schwerpunkt des Hauses, mit «Next Generation», einer Ausstellung, die sich jungen Ostschweizer Sammlern und ihrer Leidenschaft widmet. «Ambigu» setzt dort an, wo Abstraktion in Gegenständlichkeit kippt und umgekehrt. Die Grabenkriege zwischen den beiden Polen sind überwunden; und damit auch der Verdacht, Malerei könnte aussterben. Exemplarisch dafür sind Werke zu sehen von Pia Fries, Shila Khatami, Rebecca Morris, Monique van Generen, Matthias Zinn u.a.

Bis: 12.09.2010



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Ausgabe 9  2010
Ausstellungen Ambigu (R. De Keyser, P. Fries u.a.) [05.06.10-12.09.10]
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Institutionen Kunstmuseum St. Gallen [St. Gallen/Schweiz]
Autor/in Ursula Badrutt Schoch
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