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Hinweis
9.2010




Warth : Franz Huemer


von: Annelise Zwez

  
Franz Huemer · Ufozwerg, Zeichnung auf Fotokopie, nach 1999


27 Jahre sind es, dass der Aargauer Museumsdirektor Heiny Widmer den österreichischen «Wurzelvisionär» Franz Huemer (*1924) als Erster umfassend zeigte. Schieden die in Baumwurzeln versteckten katholischen «Heiligen» schon damals die Geister, stehen die in barocker Üppigkeit präsentierten Skulpturen zwischen Fundstück und Schnitzerei heute derart fremd in der Kunst-Landschaft, dass die Ausstellung geradezu provokativ wirkt. Markus Landert und Lucia Angela Cavegn rücken zwar in Film (André Beckersjürgen) und Katalog das «Lebenskunstwerk» in den Mittelpunkt, doch die museale Inszenierung im Gewölbekeller wird von den vexierbildähnlich bemalten und geschnitzten Wurzelstöcken dominiert. Die seit den Neunzigerjahren im Zentrum seines Schaffen stehenden Garten- und Landschaftsfotografien, denen Huemer eine visionäre «Ufologie» oder auch seine persönliche Paradiesvorstellung einschrieb, scheinen daneben eine eher dokumentarische Rolle zu spielen. Dennoch ist die Kartause mit ihrer Sammlung von Aussenseiter-Kunst der richtige Ort, wo sich das überschaubare Gesamtwerk des von Halluzinationen verfolgten Künstlers ausbreiten lässt, um dem Untergang seines «Reiches» in einem kleinen Bahnwärterhäuschen bei Feldkirch entgegenzuwirken

Bis: 26.09.2010



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Ausgabe 9  2010
Ausstellungen Franz Huemer [09.05.10-26.09.10]
Institutionen Kunstmuseum Thurgau [Warth/Schweiz]
Autor/in Annelise Zwez
Künstler/in Franz Huemer
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