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Hinweis
10.2010




Zürich : Christine Streuli


von: Claudia Jolles

  
Christine Streuli, schlaflos - can't get no sleep, 2010, Galerie Mark Müller, Zürich. Foto: David Aebi


Die Blätter findet sie an der Uferböschung direkt vor der Galerie, das Schwarz sprüht sie aus der Dose, der zartblaue Hinter­grund sieht aus wie das Werk eines Flachmalers. In einer kleinteiligen Bildserie mit Wandmalerei lässt Christine Streuli (*1975, Bern) Medien und Lebensrealitäten aufeinanderprallen. Die übersprayten Pflänzchen haben ihre Formen als Leerstellen auf der Wand hinter­lassen und schaffen Bezüge zur nächsten Umgebung. Gleichzeitig rhythmisieren die mit rockigem Drive und ästhetischer Präzision hingefegten, geklatschten, bedruckten oder überklebten Gemälde und Inszenierungen die Räume mit der Dynamik pulsierender ­Metropolen.
Streuli zieht hier einmal mehr alle künstlerischen Register, transformiert Bilderrahmen zu Schablonen, Schablonen zu Wandreliefs, Wände zu Tapeten und Tapeten zu Gemälden. Es sei «ihre biografischste Ausstellung» kommentiert sie ihren Auftritt bei Mark Müller.
Biografisch? Wer Einblick in das Leben der zwar in Berlin stationierten, jedoch von steter Entdeckungslust getriebenen Künstlerin erhält, staunt: Streuli kann auch mit dem Fundgut ihrer weiten Reisen präzise Geschichten an die Wand zaubern. So zufällig sich die Entstehung dieser «leftovers» anhört, so ästhetisch durchdacht fassen sie ein überaus zeitgenössisches, auch drängend rebellisches Lebensgefühl.


Bis: 23.10.2010



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Ausgabe 10  2010
Ausstellungen Jone Kvie, Christine Streuli [26.08.10-23.10.10]
Institutionen Galerie Mark Müller [Zürich/Schweiz]
Autor/in Claudia Jolles
Künstler/in Christine Streuli
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