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11.2010




Bern : Ladina Gaudenz


von: Alice Henkes

  
Ladina Gaudenz · God sulvadi, 2010, Öl auf Baumwolle, 160 x 210 cm


Im Titel der Ausstellung «Grandeur Nature» klingt die Imposanz der Natur ebenso an wie ihre schiere Weitläufigkeit. Beide Bedeutungsebenen von Grösse spiegeln sich auch in den jüngsten Arbeiten von Ladina Gaudenz (*1962), die in ihrer Malerei mit ästhetischen Mitteln das Verhältnis zwischen Mensch und Natur untersucht. In geheimnisvollen Bildern von Wäldern und Himmeln, voller Spiegelungen und Doppelungen hat die Bündner Künstlerin vielfach unseren sehnsuchtsvollen Blick auf die Natur dargestellt. Wo der Mensch selbst zum Motiv wird, schrumpft er auf marginale Grösse. In «Forêts» spazieren winzige Figuren zwischen psychedelischen Pilzen und gleichen mit ihren bunten Jacken kleinen Blüten am Waldesboden. In der Serie der «Saut-filles» lässt Gaudenz Turmspringerinnen in akrobatisch-eleganten Posen in die surrealen Verheissungen übergrosser Lotus- und Kastanienlaubmuster schweben. Daneben setzt die in Genf lebende Künstlerin urbane Eindrücke malerisch um und arbeitet mit Verwischungen à la Gerhard Richter, welche die Wahrnehmung mit einer sanften Entstofflichung in der Schwebe halten. Das Verkehrsgewimmel auf Bangkoks nächtlichen Strassen rückt so ästhetisch in die Nähe des vegetativen Gewirrs einer blühenden Begonie. Beides befindet sich im Fluss des Lebens.

Bis: 13.11.2010



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Ausgabe 11  2010
Ausstellungen Ladina Gaudenz [17.10.10-13.11.10]
Institutionen haldemann-art [Bern/Spiegel/Schweiz]
Autor/in Alice Henkes
Künstler/in Ladina Gaudenz
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