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11.2010




Wien : Lara Almarcegui


von: Patricia Grzonka

  
Lara Almarcegui · Bauschutt, 2010. Foto: Wolfgang Thaler


Es sind herkulische Akte, die Lara Almarcegui vorführt. Akte, die einer Erforschung von Utopia gut anstehen, jener Stadt, in der alles zählt, was denkbar und vorstellbar ist. So hat sich die spanische Künstlerin der Aufgabe gestellt, den Hauptraum der Secession in seine materiellen Bestandteile zu zerlegen und zu ordnen. Entstanden sind neun erdfarbene, weisse, rostrote oder graue Hügel, die zusammen das bizarre Bild einer geschredderten Landschaft erzeugen: 99 m Ziegel, 43 m Beton, 42 m Mörtel, 30 m Styropor, 24 m Terrazzo, 8,5 m Gips, 7 m Holz, 2 m Glas und 0,5 m Stahl. Auch die zweite lokale Intervention Almarceguis bezieht sich auf die Institution. Für die lakonisch betitelte Arbeit ‹Abtragen des Parkettbodens› liess die Künstlerin die Holzlatten des Grafischen Kabinetts sorgfältig abmontieren und – frisch versiegelt – wieder installieren. Einzig eine Projektion auf niederer Höhe dokumentiert diesen Prozess für die Besucher – eine Meditation quasi über Sichtbares und Unsichtbares, über Gegenwärtigkeit und Vergangenheit. In der dritten Arbeit liegt der Fokus auf einem Stück Wiener Stadtgeschichte, nämlich einem Brachland beim ehemaligen Nordbahnhof. Sie beinhaltet die Dokumentation eines Ortes, dessen Nutzung eine auf Zeit ist, verbunden mit einer Aufforderung zum Selbsterkunden eines im Verschwinden begriffenen städtischen Randgebiets.

Bis: 07.11.2010



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Ausgabe 11  2010
Ausstellungen Lara Almarcegui [10.09.10-07.11.10]
Institutionen Wiener Secession [Wien/Österreich]
Autor/in Patricia Grzonka
Künstler/in Lara Almarcegui
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