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Hinweis
11.2010




Zürich : Heinz Egger


von: Konrad Tobler

  
Heinz Egger · unbewacht im Gelände, 2010, Gouache, Öl auf Karton. 14,5 x 20,5 cm. Courtesy Galerie Susanna Rüegg


Heinz Egger (*1937) ist ein Maler-Poet, ein Meister der differenzierten Verknappung und der vielschichtigen Vertiefung. Das zeigt sich beispielsweise in der langjährigen Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller Klaus Merz; aus dieser Kooperation ist soeben der Gedichtband «Aus dem Staub» erschienen. Um Freiheit geht es auch in der neue Bildserie, allerdings um eine prekäre, gewagte. Das jedenfalls verspricht der Ausstellungstitel: «unbewacht im Gelände». Das Gelände - das ist einerseits die Malerei selbst, ein Gebiet, auf dem sich Egger mit einer meisterhaften Sicherheit bewegt, indem er Verunsicherung und also die Reflexion des Mediums immer wieder zulässt. Das Gelände ist andererseits das Feld des Bildhaften, der Gegenstände, die in der und durch die Malerei auftauchen, um zugleich jedoch wieder teilweise im präzis gesetzten Ungewissen einzutauchen. Diese Dialektik kommt auch im ersten Teil des Titels zum Ausdruck: «unbewacht». Das führt eine Weite vor Augen, die zugleich prekär ist, und meint auf einer anderen Ebene den Malakt selbst: Egger will Schranken meiden, etwas wagen, und schafft so gewissermassen malerische Essays. Was dabei entsteht, sind Gelände, die Erinnerungen und Orte assoziieren und ahnen, auftauchen und wieder verwischen lassen.

Bis: 11.12.2010



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Ausgabe 11  2010
Ausstellungen Heinz Egger [30.10.10-11.12.10]
Institutionen Susanna Rüegg [Zürich/Schweiz]
Autor/in Konrad Tobler
Künstler/in Heinz Egger
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