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Gastlabor
12.2010




Elefant und Ninja - ein Kunsterlebnis für Jung und etwas Ältere


  
eggerschlatter · Rudel auf der Pirsch, Winterakademie Zürich, 2009


Im Februar 2011 findet im Theater Gessnerallee die 3. Winterakademie statt, ein kunst- und theaterpädagogisches Vermittlungsformat, das Kinder und Jugendliche sowie in verschiedenen Feldern tätige Künstler/innen eine Woche lang in kreative Prozesse und Experimente einbindet. Während die Bandbreite der Ausdrucksformen bewusst offen gehalten ist, wird jedes Jahr ein neues, übergreifendes Thema gesetzt, das in den Labors je nach Teilnehmenden eine andere Akzentuierung erfährt. Dass diese Form des gemeinsamen Erkundens, Erprobens und Experimentierens eine Vielzahl an ungeahnten Erlebnissen für beide Seiten in sich birgt, liegt auf der Hand.
Im Zentrum der Winterakademie des vergangenen Jahres stand die Stadt Zürich, die sich die Jugendlichen als bekanntes, doch neu zu entdeckendes Terrain spielerisch aneigneten. So entstand u.a. ein auf Fotos basierendes dreidimensionales Panorama der Stadt und bei "City TV" wurden Passant/innen vor der Kamera befragt, ob sie lieber Spieler/in oder Spielfigur seien, und wenn ja, welche? Bei der von eggerschlatter (Sabine Egger/Benjamin Schlatter) geleiteten Gruppe stand dann die Eroberung der Stadt auf dem Plan, wobei sich jedes Kind zuerst für eine bestimmte Figur entschied, die es «verkörpern» wollte, eine dazu passende Kostümierung entwickelte und schlussendlich als «Rudel» bestimmte Ort in einer Art selbst erfundenem Ritual temporär in Beschlag nahm. Die Kompromisslosigkeit und Leidenschaft, mit der die Kids in dieses Spiel eintauchten, sich die Figuren oder Geschichten aneigneten, sei eine spannende, doch auch herausfordernde Erfahrung gewesen, so einer der Laborleitenden.
Die Winterakademie eröffnet immer wieder Neuland, und zwar für alle Beteiligten. Das Projekt rückt den kreativen, künstlerischen Prozess ins Zentrum. Nicht was Kunst ist oder wie man sie «verstehen» kann, ist das Anliegen, sondern einen Blick zu werfen auf die Welt, auf deren Eigenheiten und Beschaffenheit aus teils ungewohnten Standpunkten. Es ist der Fokus auf Umstände und Entwicklung, Grundidee und (Eigen-)Dynymik, mit dem die Labors einen wichtigen Aspekt von Kunst und Kultur vermitteln, nämlich den ihrer (Rück-)Kopplung an einen Lebensalltag und an Fragen, die uns alle beschäftigen, die uns als Themen einer näheren, besonders auch künstlerischen Auseinandersetzung wichtig erscheinen


Winterakademie, Theaterhaus Gessnerallee Zürich, 14.-19.2.; Thema: "Fressen und gefressen werden", Anmeldeschluss 31.1



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Ausgabe 12  2010
Künstler/in eggerschlatter
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