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Hinweis
12.2010




Genève : Daniel Roth


von: Madeleine Amsler

  
Daniel Roth · Krasnapolsky, Amsterdam, 2008 (Detail), Courtesy Sammlung Grässlin Hagstotz. Foto: Ilmari Kalkkinen


Der in Basel lebende Daniel Roth (*1969) entführt uns auf eine Reise in eine sagenumwobene unterirdische Welt, die sich gefährlich nah an der Erdoberfläche befindet und sich von realen Elementen ernährt: Orte wie Amsterdam, London, Brüssel (Justizpalast) oder aber auch der Glaswaldsee im Schwarzwald dienen als Anknüpfungspunkte. Die Einzelschau des deutschen Künstlers "Cloaks of Invisibility" besteht aus einer Reihe von Installationen aus den Jahren 2002 bis heute, in der Geschichten und Phänomene thematisiert werden. Jeweils angelegt wie eine Art Collage im Raum, stammen die verwendeten Komponenten aus verschiedenen Kunstgattungen wie Skulptur, Zeichnung, Fotografie, Text oder Film. Die von Daniel Roth mit Finesse diskret gelegten Spuren entziehen sich eindeutigen Interpretationsversuchen, ohne jedoch beliebig zu wirken, und liefern sich dem Betrachter und dessen Vorstellungskraft aus. Das Herzstück bildet ein Video in einem kleinen Raum: Aus einem in eine Wand gesteckten Rohr entweicht Rauch. Ein ephemeres Element, das als Sinnbild für seine fein gesponnenen Geschichten gelesen werden kann. Denn sobald man die Form des Dunstes zu fassen versucht, hat sie sich auch schon wieder verändert. Wie die Ausstellung von Daniel Roth, die in den Köpfen der Besucher weiter schwebt und sich stetig verformt.

Bis: 16.01.2011



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Ausgabe 12  2010
Ausstellungen Pierre Leguillon, Daniel Roth [20.10.10-16.01.11]
Institutionen Mamco Genève [Genève/Schweiz]
Autor/in Madeleine Amsler
Künstler/in Daniel Roth
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