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Hinweis
12.2010




Luzern : Edith Flückiger


von: Irene Müller

  
Edith Flückiger · gestern, 2010, Videoprojektion, 1:20' (Videostill)


Dreh- und Angelpunkt der Arbeiten von Edith Flückiger (*1960) ist die Suche nach «bildlichen» Entsprechungen von kognitiven Abläufen, nach Formulierungen und Bezeichnungen derjenigen Zonen, in denen Bewusstseinsvorgänge körperlich verortet sind. Dabei setzt die Künstlerin in den letzten Jahren vor allem das Mittel der Sprache ein, um existenziellen Vorstellungen und Erfahrungen, die an universelle Fragestellungen gekoppelt sind, auf die Spur zu kommen. Ihre mediale Umsetzung finden diese "Text-Bilder" in Videoarbeiten, Objekten und installativen Anordnungen, in denen der sprachliche Code eine Doppelrolle einnimmt: Er ist Rohmaterial und Medium zugleich, typografisches Element und semantisches Zeichen. Anhand von Permutationen einzelner Wörter oder Sätze, von sloganartigen Fragmenten oder Kurztexten, die zwischen Aphorismus und Introspektion oszillieren, untersucht Flückiger Prozesse der Konstitution und Verschiebung von Bedeutung. Wir betrachten die Arbeiten, strecken dabei alle Sinne aus, sehen, lesen und lauschen - und werden in einen Resonanzraum hineingezogen, der die konkreten (Sprach-)Bilder assoziativ ausweitet, in dem zugleich unsere individuelle (mentale) Disposition mit einem tradierten menschlichen Erfahrungswissen kurzgeschlossen wird.

Bis: 18.12.2010



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Ausgabe 12  2010
Ausstellungen Edith Flückiger [30.10.10-18.12.10]
Institutionen Hilfiker Kunstprojekte [Luzern/Schweiz]
Autor/in Irene Müller
Künstler/in Edith Flückiger
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