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Hinweis
12.2010




Zürich : Karin Schwarzbek


von: Irene Müller

  
Karin Schwarzbek · o.T., 2010, Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm


Seit einiger Zeit verfolgt Karin Schwarzbek (*1969) in ihrer Malerei einen Weg, der sich sukzessive vom Figürlichen ablöst, der den Malprozess ins Zentrum der Auseinandersetzung rückt und daraus neue Impulse gewinnt. Während sich die älteren, kleinformatigen Holztafeln vor allem mit Fragen des Bezugs von Körperfragment und Raum, von konkreter Bildidee und malerischem Einkreisen beschäftigen, scheinen die aktuellen Gemälde einem anderen Antrieb verpflichtet. Das Motiv tritt zurück, präzise Setzungen und flächige Schichtungen, das Akkumulieren und Verschleifen der Farbmaterie auf dem Bildgrund folgen immer mehr einer Dynamik, die sich aus dem Medium selbst entwickelt. So untersucht die Künstlerin in den «Kopf-Bildern» nicht nur die (gedankliche) Verquickung von Innen- und Aussensicht; sie lotet zudem die Zonen aus, in denen Malerei etwas über sich selbst erzählt: über Entscheidungsprozesse, Verbindlichkeiten und Bedingtheiten, aus denen letztlich die Formulierung der Bilder resultiert. Schwarzbek tastet ab, was sich am Rand des Gesichtsfelds ereignet - fragile, flüchtige Momente, die sowohl eine innere Verfasstheit spiegeln als auch den Mal-Anlass selbst konstituieren.

Bis: 15.01.2011



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Ausgabe 12  2010
Ausstellungen Karin Schwarzbek [26.11.10-15.01.11]
Institutionen Bob Gysin [Zürich/Schweiz]
Autor/in Irene Müller
Künstler/in Karin Schwarzbek
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