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12.2010




Zürich : Irena Naef


von: Annelise Zwez

  
Irena Naef · Licht, 2010, Mixed media auf Papier, 150 x 225 cm, Bild: zvg


Das Erfinden neuer Ausdrucksformen ist geradezu ein Markenzeichen von Irena Naef (*1961). Waren es in den Neunzigern grossformatige Pixel-Collagen, sind es jetzt "Blaupausen" - rückseitig auf Matrizen Gezeichnetes, das im Licht durchlässig, letztlich aber als Fotografie in Leuchtkästchen präsentiert wird. Dazwischen eine Vielzahl von Techniken, die Performance, Video, Fotografie und Malerei teils mit, teils ohne PC metamorphotisch kombinieren. Liegt es in der Luft, dass seit 2009 erstmals auch grossformatige, malerische Schwarz-Weiss-Zeichnungen entstehen? «Die Lust auf Unmittelbarkeit war unwiderstehlich», sagt die Luzerner Künstlerin. Die Grundströmung, welche die Vielfalt zusammenhält, ist einem roten Faden gleich seit jeher dieselbe: das Generieren einer Realität, die in schwerelosen Vorstellungswelten angesiedelt ist, die An- und Abwesenheit von Menschen und Dingen verschmilzt, mit Kleidern ohne Körper tanzt, sich in Licht-Landschaften entfaltet. Eine wichtige Inspirationsquelle hierzu ist ihr seit jeher die Literatur - von Jorge Luis Borges über Friedericke Mayröcker bis Anne Duden, aber auch zahlreicher afrikanischer Autoren. «Mit ihnen lässt sich in anderen Leben leben», sagt sie. Nie stellt sich indes der Eindruck von Illustration ein, vielmehr spiegelt sich eigenes (romantisches) Wandeln in Fiktionen.

Bis: 24.12.2010



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Ausgabe 12  2010
Ausstellungen Irena Naef [20.11.10-24.12.10]
Institutionen Art Project Staffelbach [Luzern/Schweiz]
Autor/in Annelise Zwez
Künstler/in Irena Naef
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