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1/2.2011




Freiburg/Breisgau : Johann Christian Wentzinger


von: Yvonne Ziegler

  
J.C. Wentzinger · Selbstporträt, Balkongitter Künstlerhaus, nach 1761. Foto: H.-P. Wieser


Johann Christian Wentzingers (1710-1797) Figuren bestechen durch Präsenz und Lebendigkeit in spätbarockem Pomp. Über den rechten Arm gerafft hält eine tönerne Maria Immaculata den unverkennbaren Wentzinger'schen Gewandbausch, während der nonchalant über der Brust verlaufende Stoff den Blick auf ihren schönen Hals und das Dekolleté freigibt. Wentzingers Frauengestalten mit den schmalen Taillen entwickeln von einer kleinen Standfläche ausgehend ein Gewandvolumen, das die unter den Stoffmassen verborgenen Körperdetails umso interessanter macht. Die Figuren bewegen sich leicht und natürlich. Sehenswert ist die Schau auch dank ihrer historischen Aufarbeitung. Anhand des restaurierten Kuppelmodells der St. Galler Stiftskirche, das Entwurfszeichnungen des Deckengemäldes und ein zur Ausmalung notwendiges Hängegerüstmodell zeigt, kann man die Vorgehensweise des Künstlers nachvollziehen. Die Präsentation von Werken damaliger Bildhauer macht seinen grossen Einfluss sichtbar. Mehrere Bozzetti sind zu sehen sowie Charakterköpfe, Allegorien der vier Jahreszeiten und Selbstporträts. Der Bildhauer der heiteren Büste überzeugt dabei mehr als der Maler Wentzinger. Weitere Werke und Archivalien befinden sich im Wentzingerhaus und Münster.

Bis: 06.03.2011



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Ausgabe 1/2  2011
Ausstellungen Johann Christian Wentzinger [27.11.10-06.03.11]
Institutionen Augustinermuseum [Freiburg/B/Deutschland]
Autor/in Yvonne Ziegler
Künstler/in Johann Christian Wentzinger
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