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1/2.2011




Fribourg : Bernhard Luginbühl


von: Alice Henkes

  
Bernhard Luginbühl und Jean Tinguely · Fotografie, 1979


«Jeano kommt, aber seine gute Laune fällt in eine Kaffeetasse, da ich ein Kilo Knoblauchzehen hacke», notiert Bernhard Luginbühl im März 1982 in sein Tagebuch. 1957 lernen sich Bernhard Luginbühl (*1929) und Jean Tinguely (1925-1991) in Bern kennen. Drei Jahre später stellen die beiden Plastiker erstmals gemeinsam aus. Aus der Begegnung wird eine lebenslange Freundschaft; sie ist das zentrale Thema der Ausstellung im Espace Tinguely, die mit knappen Gesten überzeugt. Nur wenige Plastiken Luginbühls sind zu sehen, doch geschickt treten sie mit den Tinguely-Werken der Dauerausstellung in Dialog. Vis-à-vis von Tinguelys monumental-verspieltem "Retable de l'Abondance occidentale et du Mercantilisme totalitaire", 1989, der in vielerlei vibrierende Bewegung geraten kann, schwingt Luginbühls "Ross-Altar", 1993/94, auf Knopfdruck geschmeidig seine Eisenflügel. Zahlreicher vertreten sind Druckgrafiken und Zeichnungen, darunter eine Reihe erstmals gezeigter Kupferradierungen, an denen Luginbühl und sein Freund Jeano gemeinsam gearbeitet haben. Von der Vertrautheit der beiden Künstler künden auch Filme, Briefe und Luginbühls sprachspielerische Tagebuchnotate, die vom Tinguely Museum Basel in Buchform herausgegeben wurden.

Bis: 27.03.2011



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Ausgabe 1/2  2011
Ausstellungen Bernhard Luginbühl [26.11.10-27.03.11]
Institutionen Espace Jean Tinguely - Niki de Saint Phalle [Fribourg/Schweiz]
Autor/in Alice Henkes
Künstler/in Bernhard Luginbühl
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