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1/2.2011




Kreuzlingen : Mit Seife und Gabeln ...


von: Annelise Zwez

  
Edward Wright · Punchy Feely 4, 2010, Öl auf Leinwand, 80 x 180 cm


Seit Jahren arbeiten die beiden Kuratorinnen Tanja Trampe und Daniela Petrini zum Thema des Glücks. Sie treten unter dem Label ‹data/Auftrag für parasitäre* Gastarbeit› auf. Mit dem Ausstellungstitel beziehen sie sich direkt auf Lewis Carrolls Nonsense-Ballade ‹The Hunting of the Snark›: «Sie jagten (den Schnatz) mit Hoffnung und Gabeln ... sie lockten mit Seife und Fabeln.» Dennoch versteht sich die Schau keineswegs als Zusammenfassung der in acht ‹Agonien› gegliederten Erzählung, sondern als parasitäre Nachlese dazu. Die Arbeiten verkörpern zwar unterschiedliche Ansätze, doch die meisten lassen analoge Erfahrung zu Carrolls allegorischem Bäcker anklingen: Als dieser meinte, den Snark endlich gefasst zu haben, erwies er sich als «Budhjam» (Nichtglück) und der Jäger wurde «zu Luft, wie ein Traum». Gleichsam als Einstieg ist eine ortsspezifische Papierschnitt-Arbeit von Nadja Schöllhammer zu sehen, die Glück als «Freiheit unabhängiger Entfaltung» zeigen will. Im Video-Raum läuft u.a. ein berührender Loop von Ursula Palla; er zeigt eine weisse (Brief-)Taube, die wegfliegt und immer wieder zurückkehrt, als fände sie ihr Ziel nicht. In dem mit mobilen Wänden geschickt inszenierten Hauptraum gibt es wollene Pompons (Andrea Heller), einen ‹Kreidefelsen auf Rügen› (Andrina Jörg) und eine Arbeit von Marion Strunk, die zwischen haptisch Gesticktem und verschwindendem Bild oszilliert.

Bis: 27.02.2011


Publikation: Revolver Publishing, Berlin



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Ausgabe 1/2  2011
Ausstellungen Mit Seife und Gabeln [15.01.11-27.02.11]
Autor/in Annelise Zwez
Künstler/in Ursula Palla
Künstler/in Andrea Heller
Künstler/in Andrina Jörg
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