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Hinweis
1/2.2011




Rolandseck : Hans Arp


von: Sabine Elsa Müller

  
Hans Arp · Verwandlung des Reliefs Kopf mit Grüner Nase von 1923, 1964, Holzrelief bemalt, 47 x 32 x 10 cm ©ProLitteris. Foto: Nic Tenwiggenhorn


Unter dem Titel "Traumanatomie", eine der typischen Wortschöpfungen Arp'scher Prägung, richtet das arp museum Bahnhof Rolandseck die bisher umfassendste Präsentation seiner Sammlung aus. Ansetzend bei den frühen Aktdarstellungen von 1907 werden insgesamt rund 90 Papierarbeiten, Reliefs und Plastiken in fein abgestimmte Beziehungen gesetzt. Die grossartige Raumwirkung des Museumsbaus von Richard Meier wird geschickt genutzt, um im Wechsel von intimen Einbauten und offenen Durchblicken überraschende Perspektiven und Blickachsen herzustellen. Eine raffinierte Lichtdramaturgie sorgt zusätzlich für die gesteigerte Subjektivität des Blicks: Die Wandlungsfähigkeit als Arps gestalterisches Grundelement wird sinnfällig in Szene gesetzt. Wenn auch die Unterteilung in fünf thematische Gruppen etwas bemüht wirkt, gelingt es Direktor Oliver Kornhoff und der Kuratorin Astrid von Asten, manch Altbekanntem neue, frische Aspekte abzugewinnen. Der kleine Nebenschauplatz mit zahlreichen Fotografien und Textdokumenten um den Freund und Weggefährten Hugo Ball, der im selben Jahr wie Arp (1886-1966) geboren wurde, aber bereits 1927, also fast 40 Jahre vor ihm verstorben ist, fügt sich wunderbar in diese sehr persönliche Begegnung mit dem grossen Künstlerpoeten.

Bis: 01.05.2011



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Ausgabe 1/2  2011
Ausstellungen Hans Arp [19.11.10-01.05.11]
Institutionen Arp Museum Rolandseck [Remagen/Deutschland]
Autor/in Sabine Elsa Müller
Künstler/in Hans Arp
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