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Hinweis
3.2011




Basel/Riehen : Giovanni Segantini


von: Hans-Dieter Fronz

  
Giovanni Segantini mit Pfarrer Camille Hoffmann beim Malen von La morte, Maloja, um 1898/99


War er ein Vollender der Kunst des 19. Jahrhunderts? Oder einer der Gründungsväter der Moderne? Fragt die Segantini-Schau der Fondation Beyeler und votiert angesichts der ausgestellten rund siebzig Ölbilder und Zeichnungen überzeugend für letztere These. Denn auch wenn Segantini zu Ruhm gelangte und mit seinen Bildern die Bergwelt in romantisch-schwelgerischer Naturüberhöhung als irdisches Paradies feierte, gestaltete er die (vermeintlich) überholten Sujets doch mit den zu seiner Zeit avanciertesten Mitteln. Die in Paris entwickelte Technik des Divisionismus - der Zerlegung des natürlichen Lichts in seine farbigen Bestandteile - kam ihm bei der Darstellung der Bergwelt mit ihren besonderen Lichtverhältnissen glücklich entgegen. Nicht in farbige Punkte freilich wie die Pointillisten, sondern in Striche zerlegte Segantini das Licht. Nicht umsonst war er bei den wichtigen Secessionen der Zeit - in Wien, München und Berlin -
hoch angesehen. Und so spricht tatsächlich nichts dagegen, Giovanni Segantini, wiewohl mit einiger Verspätung, in die Ahnengalerie der Moderne aufzunehmen.

Bis: 24.04.2011



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Ausgabe 3  2011
Ausstellungen Giovanni Segantini [16.01.11-25.04.11]
Institutionen Fondation Beyeler [Basel/Riehen/Schweiz]
Autor/in Hans-Dieter Fronz
Künstler/in Giovanni Segantini
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