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3.2011




Zürich : Kerstin Brätsch


von: Sabine Elsa Müller

  
Kerstin Brätsch, BuyBrätschWörst, 2010, C-Print. Foto: Viola Yesiltac


Schon der Ausstellungstitel mit dem eigenartigen ‹Nichts, Nichts!› verrät eine gewisse komödiantische Ader. Kerstin Brätsch (*1979) bezieht sich mit diesem Zitat aus Honoré de Balzacs ‹Das unbekannte Meisterwerk› auf den Geniekult in der Kunst, um ihn desto entschlossener aus den Angeln zu heben. Im Spiel mit ‹typisch weiblichen› bzw. ‹typisch unweiblichen› Praktiken beweist sie in der Neuinterpretation der Desillusionierungsstrategien männlicher Vorbilder wie Kippenberger und Co viel Humor. 2007 gründete sie mit Adele Röder ‹Das Institut›, das sich auf amateurhafte Weise der Vermarktung und Distribution der eigenen Produktpalette widmet. Wie umfangreich und in welchen Anteilen die einzelnen Künstlerinnen bei Einzelexponat und Gesamtpräsentation jeweils beteiligt waren, lässt sich in der Ausstellung vermutlich nicht mehr genau auseinanderdividieren. Um ausgewiesene Gemeinschaftsarbeiten handelt es sich bei der Eigenwerbungs-Diaprojektion ‹Viola› oder der neuen Modekollektion ‹Schröderline›. Die grossen Arbeiten mit Ölmalerei auf Papier oder Polyesterfolie verstehen sich dagegen als originäre Beiträge der Malerin Kerstin Brätsch. Im Sommer erscheint das erste Künstlerbuch von Brätsch, die auch bei der Biennale in Venedig dabei sein wird. Und aktuell gestaltet ‹Das Institut› den Ringier-Jahresbericht.

Bis: 20.03.2011



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Ausgabe 3  2011
Ausstellungen Kerstin Brätsch und das Institut [05.02.11-20.03.11]
Institutionen Kölnischer Kunstverein [Köln/Deutschland]
Autor/in Sabine Elsa Müller
Künstler/in Kerstin Brätsch
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