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Hinweis
4.2011




Bonn : Napoleon und Europa


von: Brita Polzer

  
Jean-Antoine-Siméon Fort · Die Schlacht von Eylau am 8.2.1807, ca. 1836


Im nördlichen Deutschland werden bisweilen noch Katzen mit drei Farben Tröklörde genannt - wobei es sich um ein sprachliches Relikt der napoleonischen Besetzungen handelt. Die Tricolore, die französische Flagge, entstand in der Revolutionszeit. Nicht in Frankreich sondern in Deutschland findet eine grosse Ausstellung zu Napoleon und Europa statt - mit den vielen zukunftsweisenden, aber auch den traumatischen Aspekten. Der Korse erntete heftige Bewunderung, u.a. von Ludwig van Beethoven, die aber auch in Abscheu umschlagen konnte. 1804 setzte er sich selbst und seiner Gattin Joséphine in einem symbolträchtigen Akt die Kaiserkrone auf. Der Komponist war enttäuscht, dass der Herrscher doch wie alle anderen sei, und zog die Widmung der Symphonie Eroica an den Bürgerkönig zurück. Die Kuratorin Bénédicte Savoy meint, dass die napoleonische Zeit bis heute an französischen Schulen kein Thema sei und auch an Universitäten die Beschäftigung damit nicht karriereversprechend. Die Grande Nation täte sich schwer, ein angemessenes, nicht nur verherrlichendes Bild des Imperators zu entwickeln. 2012 wird die Ausstellung nach Paris wandern, ins Militärmuseum Musée de l'Armée, das auch in Bonn, genau wie das Napoleonmuseum im Thurgau, kooperiert. Mit üppigem Katalog.


Bis: 15.04.2011



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Ausgabe 4  2011
Ausstellungen Napoleon u. Europa. Traum u. Trauma [17.12.10-25.04.11]
Institutionen Bundeskunsthalle [Bonn/Deutschland]
Autor/in Brita Polzer
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