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4.2011




St. Gallen : Navid Nuur


von: Ursula Badrutt Schoch

  
Navid Nuur · Ausstellungsansicht. Foto: Cathleen Schuster, Marcel Dickhage


Zwei Spiegelobjekte an der Wand - reduziert, konzeptionell. Während eines einfach Spiegel ist, spiegelt das andere sich selbst. Und uns damit doppelt. «Wir haben nie die Chance, uns so zu sehen, wie andere uns sehen», erklärt Navid Nuur (*1976). Mit ‹Mirror mirror on the wall› wolle er den optisch irreführenden Eindruck des eigenen Spiegelbildes korrigieren. Die lebhafte Art des in Teheran geborenen und in den Niederlanden aufgewachsenen Künstlers spiegelt, worum es in seiner Arbeit geht: die in einem Kunstwerk verborgenen Energien spürbar machen. Dies tut die ganze, umfangreiche Ausstellung ‹Post Parallelism› in der Kunst Halle Sankt Gallen. Navid Nuur findet Kunst an sich langweilig. Umso spannender aber die Prozesse, die dahinter stehen. Es geht darum, den Raum mit Energie aufzuladen. Für ‹Hitherto› hängt Nuur ein Drahtgeflecht, das er zuvor mit seiner Körperkraft geformt und mit fluoreszierenden Farbtupfern versehen hat, zwischen zwei Solarienstrahler - fertig ist die persönliche Galaxie. Mit ‹Tentacle Thought›, von der Decke demontierte und zwei Räume weiter hinten, zwischen Boden und Wand installierte Neonröhren, demonstriert er spielerisch den Unterschied zwischen funktionellem und künstlerischem Gebrauch von Licht. Werk für Werk öffnen sich sinnliche Wahrnehmungserlebnisse, die Poesie und Wissenschaft, Plastik und Performance zusammenbringen.

Bis: 17.04.2011



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Ausgabe 4  2011
Ausstellungen Navid Nuur [12.02.11-17.04.11]
Institutionen Kunst Halle Sankt Gallen [St. Gallen/Schweiz]
Autor/in Ursula Badrutt Schoch
Künstler/in Navid Nuur
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