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Hinweis
4.2011




Villeurbanne/Lyon : Hans Schabus


von: J. Emil Sennewald

  
Hans Schabus · HAAANS, 2009, Collage, Druck auf Papier. Courtesy Kerstin Engholm Galerie, Wien. Foto: Blaise Adilon


Eine Kette läuft durchs Kunstzentrum. Hüfthoch, fette Stahlglieder unter Spannung. «Ein Meterriss ist das Erste, was man macht, wenn man eine Baustelle einrichtet», erklärt Hans Schabus. Normalerweise nimmt man dafür Faden oder Strich. Schabus' Kette nimmt's wörtlich, reisst gleich die Wände mit ein, teils bis auf die Grundmauer. Sie trennt in der Mitte der Ausstellung einen Bezirk ab, den betreten kann, wer sich unter der Kette hindurchbückt. Drinnen liegt ‹Der letzte Dreck›, 2007, ein Kehrichthaufen, von anmutiger Staubaura umgeben. Relikt des letzten Ausfegens, bevor Schabus sein Wiener Atelier für ein anderes verliess. Das literarische Spiel mit Titel, persönlicher und fremder Geschichte prägt die ganze Ausstellung. Der 41-jährige Bildhauer ordnet, im Gestus Francis Alÿs verwandt, Raum neu. «Wie eine Komposition nehme ich die Eigenschaften eines bestimmten Ortes, lege sie über einen anderen und kläre so über räumliche Ordnungssysteme auf», sagt er mit Bezug auf den mit dem internationalen Videokunstpreis Hamburg ausgezeichneten Film ‹Atelier›, 2010. Nun lädt er im ganzen IAC zu Erkundungen von Raum, Bezügen und Formen der Selbstkonstitution ein. Danach, dies legt auch der Titel der Ausstellung nahe, bleibt nur die Hoffnung aufs Glück: ‹Nichts geht mehr›.

Bis: 24.04.2011



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Ausgabe 4  2011
Ausstellungen Hans Schabus [25.02.11-24.04.11]
Institutionen Institut d'art contemporain [Villeurbanne/Frankreich]
Autor/in J. Emil Sennewald
Künstler/in Hans Schabus
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