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Hinweis
5.2011




Chur : Remo Albert Alig


von: Gisela Kuoni

  
Remo Albert Alig · Epitaph - eine tätowierte Wolkendecke, 2010. Marmor graviert, 206 x 174 cm (Ausschnitt)


Die Ausstellung ‹Altus› - ein Wort, das «hoch» und auch «tief» bedeutet, gleichzeitig das Pseudonym eines Alchemisten aus dem 17. Jahrhundert ist - vermittelt neue Eindrücke in den vielschichtigen Kosmos von Remo Albert Alig. Die rechteckige Bodenarbeit ‹Epitaph -
eine tätowierte Wolkendecke› aus Marmorbruchstücken, versehen mit einem lyrisch-hermetischen Destillat, bildet das Zentrum. Von diesem legen grossformatige Wandarbeiten aus goldenen Brandspuren des Sonnenlichts, aus salzig-dunstigen Wasserausscheidungen, aus vielschichtigem urschwarzem Russauftrag oder in schimmernden Schellacktafeln imaginäre Nervenbahnen zu weiteren Werken. Die ‹Scalaera ad astra› ist eine Himmelsleiter aus oxydiertem Kupfer, die das alte Kinderhüpfspiel mit seiner Spannung zwischen Himmel und Hölle, Erde und Sternen bis zu Kindheit und Tod symbolisiert. Eine feine Quecksilbersäule, ‹Mercur›, in einem zwei Millimeter starken Glasrohr, 160 Zentimeter hoch, ist ein umgekehrtes Barometer und bezieht sich auf den Ausstellungstitel. Bedeutsam ist auch die Arbeit aus 30 Schreibfedern, ‹plumes›, oder aus Blei, ‹plumbum›, auf einem Sockel. Auch sie legt Spuren zur Alchemie, zu altertümlichem Schreiben, bis hin zu Ikarus. Aligs Arbeiten sind tiefgründig, sinnreich, philosophisch und - sehenswert.

Bis: 04.06.2011



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Ausgabe 5  2011
Ausstellungen Remo Albert Alig [07.05.11-06.06.11]
Institutionen Luciano Fasciati [Chur/Schweiz]
Autor/in Gisela Kuoni
Künstler/in Remo Albert Alig
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