Links zum Text und die Möglichkeit, diese Seite weiterzusenden, finden Sie am Ende dieser Seite


Hinweis
5.2011




Köln : Rainer Eisch


von: Yvonne Ziegler

  
Rainer Eisch · 2011, Fineartprint. Courtesy Lehr Galerie Köln © ProLitteris


Was ist wirklich? Der Stein in unserer Hand, die Fotografie eines Hauses oder ein Landschaftsbild des Schweizer Künstlers Rainer Eisch (*1967)? Seine Ausstellung in der Kölner Galerie Lehr zeigt bewusst nicht jene am Computer generierten und als 16-mm-Film gezeigten Panoramalandschaften - die auf internationalen Experimentalfilmfestivals laufen sowie in der Thuner Ausstellung ‹Landschaft im Wandel› zu sehen waren -, sondern seine virtuellen Fotografien. Schwarzweissansichten von Bergflanken, Talsohlen oder Gipfeln entpuppen sich beim näheren Betrachten als 3-D-Simulationen, wenngleich man gerade noch den Eindruck hatte, den Ort zu kennen. Doch es sind reine Vorstellungsbilder. Der Gestaltung am Computer - eine Fläche aus Polygonen wird dreidimensional «modelliert» und mit Licht, Reflexion und Textur ausgestattet - liegt kein Bildmaterial einer realen Landschaft zugrunde. Diese Landschaftsanmutungen des diesjährigen Kunstfonds-Preisträgers faszinieren durch ihre Stimmung und Ambivalenz. Neu ist die Weiterentwicklung auf «atomarer» Ebene: Eisch bricht Polygonale zu Dreiecken auf, wodurch die Flächenstruktur brüchig und mehrschichtig wird. Die weich wirkende Substanz seiner Bilder ist nun härter und reflektierender geworden. Ein kleines Bild leuchtet schliesslich im Flur gar grün auf.

Bis: 14.05.2011



Links

Anfang Zurück zum Anfang
Ausgabe 5  2011
Ausstellungen Rainer Eisch [19.03.11-14.05.11]
Institutionen Galerie Lehr Zeitgenössische Kunst [Köln/Deutschland]
Autor/in Yvonne Ziegler
Künstler/in Rainer Eisch
Weitersenden http://www.kunstbulletin.ch/router.cfm?a=110506110518P8E-24
Geben Sie diesen Link an, falls Sie diesen Eintrag weitersenden möchten.