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5.2011




Winterthur : Inés Lombardi


von: Patricia Grzonka

  
Inés Lombardi · Ausstellungsansicht Secession, 2011. Foto: Wolfgang Thaler


In ihrer mehrteiligen Installation im Hauptraum der Secession setzt sich die in Wien lebende Künstlerin Inés Lombardi mit verschiedenen Aspekten der brasilianischen Moderne auseinander. Einerseits zeichnet sie anhand zweier Gärten des brasilianischen Landschaftsarchitekten und Malers Roberto Burle Marx, die sie selbst besucht hat, die spezifischen Bedingungen von Naturanschauung und Kontemplation nach, andererseits dienen Beiträge von Forschungsreisenden dazu, diesem Bild eine Gegenlektüre zu einer romantischen Geschichtsschreibung zu präsentieren. Grossformatige Fotografien evozieren eine scheinbar unberührte Natur, die nicht von ungefähr an frühe Gemälde europäischer Botaniker und Entdecker erinnert. Aufnahmen von leerstehenden Villen im romantischen Ambiente der Natur zeugen von dem engen Verhältnis von Landschaft und (modernistischer) Architektur in Brasilien. Lombardi, in São Paulo geboren, untersucht hier in einer räumlich differenzierten Auseinandersetzung auch die Voraussetzung für eine individuelle Wahrnehmung, die im weiteren Rahmen einer Geschichtskonstruktion und deren medial umgesetzten Bildern eingebettet ist.

Bis: 15.05.2011



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Ausgabe 5  2011
Ausstellungen Alfons Egger, Inès Lombardi, Christoph Meier [25.02.11-15.05.11]
Institutionen Wiener Secession [Wien/Österreich]
Autor/in Patricia Grzonka
Künstler/in Alfons Egger
Künstler/in Inès Lombardi
Künstler/in Christoph Meier
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