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Editorial
6.2011





  
TITELBILD · Mai-Thu Perret · The Crack-Up III, 2009, Acryl auf Teppich, 248 x 188 cm. Courtesy Gallery Praz-Delavallade, Paris. Foto: Rebecca Fanuele


Mit dem Inkrafttreten des neuen Kulturförderungsgesetzes werden ab kommendem Jahr die Karten umverteilt. So schreibt nun das Bundesamt für Kultur die Preise für Institutionen zum letzten Mal aus. Welche Mittel die Pro Helvetia für institutionelle Zuwendungen zukünftig bereitstellen wird - bisher waren es sechs Preise à CHF 5000 an junge, seit maximal vier Jahren existierende Institutionen sowie neun Preise à CHF 20000 an ältere - ist noch unklar.
Nachdem Pius Knüsel im vergangenen Februar im «Tages-Anzeiger» das Bild einer «Verinstitutionalisierung» der Kulturszene beschwor, entschlossen wir uns, eine Reihe zu starten, die einige der damit angesprochenen Kunsträume differenzierter vorstellen wird: Welche Rolle spielen sie als Go-Between zwischen den Kunstschaffenden und dem Publikum? Inwieweit werden sie staatlich unterstützt? Welche zusätzlichen Finanzen generieren sie? Was tun sie mit den ihnen anvertrauten Mitteln? Welche Überlebensstrategien entwickeln sie? Die Voten sollen aufzeigen, wie gross das persönliche Engagement ist, mit welchem die Begünstigten ihre ambitionierten Programme realisieren, wie stark sie das künstlerische Klima in ihrem Umkreis prägen und wie weit sie von einer finanziell gesicherten Betriebsstruktur entfernt sind. Den Auftakt macht Oliver Kielmayer, der Leiter der Kunsthalle Winterthur und Co-Präsident des ‹Vereins Schweizer Institutionen für zeitgenössische Kunst›.
Die Ausgabe erscheint zur Art Basel und zu den ‹Swiss Art Awards›. Ab 2012 wird die Altersgrenze der eidgenössischen Preise aufgehoben. Gleichzeitig werden sich «insbesondere die bisher für den Bereich Kunst und Design eingesetzten Finanzmittel reduzieren» (-www.bak.admin.ch). Wir hoffen, dass der Kunstszene die rege besuchte Bühne parallel zur Art Basel erhalten bleibt. Claudia Jolles



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Ausgabe 6  2011
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