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6.2011




Basel : Tom Fellner


von: Simon Baur

  
Tom Fellner · Monster Drawing 19 (Evil Bunny), 33 x 27 cm, 2011, Bleistift, Wasserfarbe, Gouache auf Papier


An Ostern hatten sie alle Pfoten voll zu tun, die stillen, die wilden und die bösen Hasen. Auf letztere hat es Tom Fellner (*1956) in seiner Ausstellung ‹Evil Bunny› abgesehen. Die Aquarelle, die er ihnen widmet, kombiniert er mit Bildern von Monster-Toys, beispielsweise Godzilla und Hedorah. Und so fremdartig diese Figuren erscheinen, sie basieren auf der Tradition japanischer Monsterfilme und haben seit Fukushima an symbolischer Bedeutung gewonnen. Denn während sich Hedorah von Müll und Giften ernährt und die Erde in Kürze in eine Einöde verwandelt, ist Godzilla sein erklärter Widersacher, der sich als Retter der Menschheit versteht. Fellner erweitert die Bedeutungen, indem er die Monster dekontextualisiert und sie mit Hintergründen von Courbet, Cézanne und Munch kombiniert oder seine Protagonisten in japanische Holzschnitte oder Reproduktionen von Gemälden Degas' integriert. Irritierend ist diese Malerei, wenn man denkt, dass sich Fellner noch vor einigen Jahren einem abstrakt-expressionistischen Malstil verschrieben hatte. Geblieben ist die brillante Anwendung der Technik. Die virtuose Verwendung der Aquarellfarbe überzeugt ebenso wie der kompakte, beinahe skulptural wirkende Auftrag der Ölfarbe.

Bis: 28.05.2011



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Ausgabe 6  2011
Ausstellungen Tom Fellner [26.04.11-28.05.11]
Institutionen balzer projects [Basel/Schweiz]
Autor/in Simon Baur
Künstler/in Tom Fellner
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