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Hinweis
6.2011




Basel : Konrad Witz


von: Yvonne Ziegler

  
Konrad Witz · Augustus und die Tiburtinische Sibylle, ca. 1439, 117,5 x 96,5 x 7 cm


Konrad Witz (ca. 1400-46), der am Oberrhein Motive wie Wasser, Spiegelungen, Widerschein, Glanz von Perlen, Edelsteinen und Rüstungen und andere optische Effekte so vortrefflich darzustellen vermochte, widmet das Kunstmuseum Basel eine sehenswerte Ausstellung, die Bezüge zur deutschen, französischen und niederländischen Kunstlandschaft herstellt. Der grosse Basler Bestand wurde durch zugehörige Tafeln, Bilder aus dem Umkreis und stilverwandte Werke (Barthélemy d'Eyck) ergänzt. Die neuste Forschung zu den allesamt frisch restaurierten Gemälden ergab, dass Witz' grosses Vorbild der Genter Altar von Jan und Hubert van Eyck gewesen sein muss, den er vermutlich kurz nach seiner Fertigstellung 1432 gesehen hat. Wahrscheinlich arbeitete er einige Zeit in van Eycks Werkstatt und übernahm dessen künstlerische Haltung, sodass in seinen Bildern optisch-illusionistische Phänomene wie das spiegelnde Kerzenlicht, der Schlagschatten des Rahmens, die Raumatmosphäre und die Verbindung von Bild- und Betrachterraum durch aus dem Bild weisende Elemente wiederzufinden sind, nicht jedoch exakte, wiedererkennbare Motive. Auch wenn manche Tafeln nur als Reproduktionen nach Basel reisten, ist die Freude am Vergleichen und Entdecken von Werk und Werkumkreis gross.

Bis: 03.07.2011



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Ausgabe 6  2011
Ausstellungen Konrad Witz [06.03.11-03.07.11]
Institutionen Kunstmuseum Basel/Hauptbau/Neubau [Basel/Schweiz]
Autor/in Yvonne Ziegler
Künstler/in Konrad Witz
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