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Hinweis
6.2011




Winterthur : Fabian Marti


von: Lucia Angela Cavegn

  
Fabian Marti · Blick in die Ausstellung, 2011. Foto: Gunnar Meier


Der in Zürich lebende Shooting Star und Manor-Kunstpreis-Träger Fabian Marti (*1979, Fribourg) bestritt seine erste institutionelle Einzelausstellung 2007 in der CoalMine Fotogalerie. In der aktuellen Ausstellung im Kunstmuseum zeigt er unter dem Titel ‹Time for the Monkeys to move into Hyperspace› grossformatige Fotogramme, Keramikkuben und eine Holzskulptur. Die mit Stroboskoplicht ausgestattete, sargähnliche Skulptur erinnert an die 1961 von Brion Gysin entwickelte ‹Dream Machine›, der man bewusstseinserweiternde Wirkung zuschrieb. Dieses Thema verbindet denn auch wie ein Myzel die ausgestellten Arbeiten. Die sechs abstrakten Fotogramme auf Barytpapier beschränken sich auf zwei «Muster»: So verweist das Rastermotiv auf den flackernden Stroboskop-Effekt, und die Spirale symbolisiert den Weg in geistige Gefilde. Die belichteten Formen wurden am Computer gezeichnet und auf transparente Folien ausgedruckt. Die «rhizomatische» Struktur der Präsentation erlaubt die von Tintenfischen behausten Keramikkuben als Begrenzung des autonomen Bewusstseins zu deuten. Die Tentakel greifen in den Aussenraum. Die Antennen, so scheint es, sind bereits nach Venedig ausgerichtet, wo Marti neben Pipilotti Rist, Fischli/Weiss, Urs Fischer u.a. an der von Bice Curiger kuratierten 54. Biennale vertreten sein wird.

Bis: 17.07.2011



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Ausgabe 6  2011
Ausstellungen Fabian Marti [14.04.11-17.07.11]
Institutionen Kunstmuseum Winterthur [Winterthur/Schweiz]
Autor/in Lucia Angela Cavegn
Künstler/in Fabian Marti
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