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7/8.2011




Aarau : Christian Rothacher


von: Niklaus Oberholzer

  
Christian Rothacher · Die Woge des Hokusai, 1977, Ton gebrannt und glasiert, 8 x 23 cm. Foto: Brigitt Lattmann


«Uns bleibt, was ich seit Jahren praktiziere, der Rückzug ... Rückzug in die unwirtlichen Gegenden der Gedankenwelt, die unbequem sind und daher von niemandem beansprucht werden. ... Nur wer den Widerstand lebt, lebt angenehm.»: Christian Rothacher (1944-2007) schrieb dies 1981 seinem Freund Hugo Suter, der mit ihm und Josef Herzog, Heiner Kielholz, Max Matter, Markus Müller von 1967 bis 1975 in der Ateliergemeinschaft Ziegelrain in Aarau arbeitete. Nun widmet ihm Stephan Kunz eine Retrospektive, die genau diesen Rückzug augenfällig macht - aus einem durch Arte povera und ‹When Attutides Become Form› genährten jungen Künstlerdasein in die Sphäre des Intimen. Rothacher wich stets der Kunstbetriebsamkeit aus. Sein Weg führte ihn in eine perfekte Handwerklichkeit und eine raffinierte Detailpflege sowohl in den teils hintersinnigen, teils surrealistischen, teils spielerisch-witzigen Objekten als auch in den Aquarellen. Am Ende stehen solche gemachter und ungemachter Betten, abgelegter Kleider oder aufgerissener Briefumschläge sowie feinste Papierintarsien, die ein Beret, eine Schärpe, Stiefel oder Specktranchen darstellen: Rückzug aufs Nächstliegende. Zur berührenden Schau erschien eine schöne, mit vielen Brieftexten angereicherte Publikation.

Bis: 31.07.2011



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Ausgabe 7/8  2011
Ausstellungen Mai-Thu Perret, Augustin Rebetez, Christian Rothacher [14.05.11-31.07.11]
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Institutionen Aargauer Kunsthaus [Aarau/Schweiz]
Autor/in Niklaus Oberholzer
Künstler/in Christian Rothacher
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