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Hinweis
7/8.2011




Basel : Henrik Olesen


von: Yvonne Ziegler

  
Henrik Olesen · Untitled, 2009, Computer Collage (30 Teile), 2011


Henrik Olesen (*1967) ist textlastig. Jedenfalls versteht man seine Werke nicht durch blosses Ansehen. Man muss lesen, um den verhandelten Diskursen auf die Spur zu kommen. Zentral sind Geschichte, Selbstbestimmung und Körper aus der Perspektive von Homosexualität. Das Denken und Schaffen von homosexuellen Künstlern und Wissenschaftlern wie Charles Demuth oder Alan Turing beziehungsweise Anzeichen von Homophobie bei Max Ernst und den Surrealisten sind ebenso Thema wie die Frage nach der Kernfamilie als Ort menschlicher Reproduktion. Eine Text-Collage-Arbeit stellt Körpervorstellungen vor: den Drogenkörper, den masochistischen Körper, den Cyborg, Deleuzes Corp sans organes etc. Gezeigt werden Werke aus verschiedenen Schaffensphasen. So ist eine frühe Installation nach Sol LeWitt zu sehen, bestehend aus drei weissen Würfelgestellen und einer Milchtüte. Seine neueste Arbeit ‹I Do Not Go to Work Today / I Don't Think I Go Tomorrow›, 2010, zeigt die nach Grösse und Funktion sortierten ‹Organe› zweier Notebooks und eines Druckers. Mit der Zerstörung seines hauptsächlichen Arbeitsinstruments entsteht - den Titel negierend - eine weitere Installation. Möglich, dass sich Olesen hiermit neuen Themen nähert, denn man wünscht sich etwas mehr inhaltliche Bandbreite.

Bis: 11.09.2011



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Ausgabe 7/8  2011
Ausstellungen Henrik Olesen [14.05.11-11.09.11]
Institutionen Kunstmuseum Basel/Gegenwart [Basel/Schweiz]
Autor/in Yvonne Ziegler
Künstler/in Henrik Olesen
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